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Black In Germany – Interview mit Mpolo-Beats!

Wir hatten die Ehre den sympathischen düsseldorfer Produzenten Mpolo-Beats zu interviewen.
Schaut euch das Ergebnis mal an. Mehr Infos über Mpolo findet Ihr auf http://www.mpolo-beats.com
Viel Spaß!

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Black in Germany : Akua Naru – Interview.

Hallo liebe Leute,
Wir sind zurück aus unserer Sommerpause, waren aber keineswegs Untätig.
Am 27.07. hatten Wir die Möglichkeit während des Eier mit Speck-Festivals in Viersen ein kurzes Interview mit der Hip-Hop-Künstlerin Akua Naru vor Ihrem Auftritt zu führen.

akua naru-pic

B.I.G:
Hi Akua, schön das Du hier bist.

Akua Naru:
Hi, Ich freue mich auch, besonders auf die Show gleich.

B.I.G:
Ohja, Wir sind auch sehr gespannt
Wie würdest Du dein Verhältnis zur deutschen Kultur- und Musikszene beschreiben?

Akua Naru:
Ich lebe seit 6 Jahren in Köln und liebe es hier sehr. Es gibt hier so viele coole Künstler und eine sehr respektvolle Kultur was Musik angeht. Die Leute lieben gute Musik und feiern sie auch entsprechend, außerdem habe Ich hier sehr viel Unterstützung erhalten. Ob es jetzt Funkhaus Europa, Clubbahnhof Ehrenfeld, Subway oder Mash It Up! ist, diese Stadt versteht was von guter Musik.

B.I.G:
Seit wann war für Dich klar das die Musik deine Bestimmung ist?

Akua Naru:
Das kann Ich garnicht so genau sagen. Bei mir hat alles mit Literatur und dem Schreiben von Gedichten angefangen. Da war Ich noch sehr Jung. Ich war einfach immer an den Dingen interessiert die in der Welt passieren und liebe es meine Gedanken aufzuschreiben.
Irgendwann habe Ich festgestellt, das Ich diese Gedanken in Reime packen kann und die Leute zum feiern animieren kann.
So bin ich zur Musik gekommen.

B.I.G:
Gab es denn vor Hip-Hop noch andere musikalische Einflüsse die dich geprägt haben?

Akua Naru:
Ja natürlich. Hip-Hop ist ja auch aus verschiedenen Stilen wie Soul,Gospel,Blues oder Jazz entstanden.Das ist alles Teil der Kultur und hat mich selbstverständlich auch geprägt.
Ich bin sehr kirchlich aufgewachsen und da kommst du nunmal nicht drum herum Gospel und Blues zu hören.
Der Blues ist der Godfather sämtlicher Musikrichtungen, die in Unserer Kultur populär sind.
All diese Musik hat nicht nur die Person beeinflusst zu der Ich geworden bin, sondern auch das was Ich musikalisch erschaffen habe.

B.I.G:
Du bist weltweit mit deiner Musik unterwegs, zum Beispiel auch in Zimbabwe.
Erzähl Uns doch mal wie es da so war.

Akua Naru:
Das war Super. Ich war im Rahmen einer 14-Tägigen Kampagne gegen Gewalt gegen Frauen dort.Ich durfte dort nicht nur als Headliner auftreten, sondern auch an Diskussionsrunden und Workshops mit jungen Künstlerinnen teilnehmen.Das hat mir besonders viel bedeutet, weil es bei Musik genau darum geht. Musik kann Botschaften verbreiten die zur Konversation anregen oder Leute dazu bringen über sich selbst nachzudenken und darüber welche Kraft in ihnen steckt.
So entstehen neue Möglichkeiten Kräfte zu bündeln und Dinge zu verändern.Das ist für Mich die Essenz der Musik.

B.I.G :
Gibt es noch andere Orte die einen ähnlich starken Eindruck bei dir hinterlassen haben?

Akua Naru: Ich erinnere mich da zum Beispiel gerne an eine Show im Clubstudio 672 in Köln mit Blitz. Das war eine der krassesten Shows bislang, weil die Leute so unglaublich abgefahren drauf waren. Aber auch die Auftritte in Rumänien,Russland oder Guadeloupe waren sehr beeindruckend für Mich.

B.I.G:
Was sind deine aktuellen Projekte:

Akua Naru:
Momentan arbeite Ich an meinem neuen Album, welches im Februar nächsten Jahres erscheinen wird. Die meisten Aufnahmen sind bereits fertig, und wurden in den Maarwegstudios in Köln mit Wolfgang Stach aufgenommen. Ich habe allerdings auch einige Sachen in Paris,Amsterdam,Dakar,New York und auch Zimbabwe aufgenommen.Die Arbeit an dem Album dauert nun schon fast 2 Jahre und da Ich viel Unterwegs bin hat sich das so ergeben und freut mich sehr.
In den nächsten Wochen geht es dann an den Feinschliff.

B.I.G.:
Vielen Dank für deine Zeit und viel Erfolg mit deinem neuen Album
und viel Spaß beim Auftritt.

Akua Naru:
Dankeschön.

Mehr Infos über Akua findet Ihr auf http://www.Akuanaru.com

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Genda im Interview – 2 Freikarten und eine CD zu gewinnen

Wir haben Genda bei einem seiner Konzerte in Bonn getroffen,
ein Künstler mit Seele, Leidenschaft und sehr nachdenklichen Texten.
Wir freuen Uns außerdem noch 2 Freikarten für sein Konzert Morgen in Wuppertal sowie eine CD von
„Follow my Footsteps“ für Euch verschenken zu können.
Schreibt uns einfach eine Mail an Blackingermany@googlemail.com
oder eine Nachricht über Facebook mit eurem Namen.Wer zuerst kommt malt zuerst.

„Black in Germany“ wünscht euch noch einen sonnigen Tag, und jetzt viel Spaß mit dem interview:

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„Vielfalt schafft Werte“ – Interview mit Dr.Karamba Diaby,Bundestagsabgeordneter aus Halle

 

Hallo Zusammen,

Wir hatten die Möglichkeit ein Interview mit einem Mitglied des aktuellen Bundestages zu führen. Dr.Karamba Diaby hat sich schon früh politisch engagiert und eine interessante Karriere hinter sich. Im Interview erzählt er von seinem Werdegang, sowie von seiner Sichtweise über Deutschland als multikulturelles Land.

Viel Spass beim Lesen!

 

B.I.G:
Sie leben seit 1986 in Deutschland. Aus welchen Gründen haben
Sie sich damals entschieden hier her zu ziehen?

Dr.Diaby:
Ich hatte mich damals entschieden mich auf ein Stipendium in der damaligen DDR zu bewerben. 1982 hatte Ich angefangen Biologie und Geologie auf Lehramt in Dakar zu studieren. Leider waren die Studienbedingungen damals sehr schwierig, da Ich kein Stipendium hatte und als Waisenkind lediglich durch meinen Bruder finanziell unterstützt wurde. Dieser hatte ein Stipendium.
So kam Ich über eine Internationale Organisation, die in den damligen sozialistischen Ländern aktiv war, zu einem Stipendium.

B.I.G:
Sie haben Chemie studiert. Was waren die Gründe hierfür?

Dr.Diaby:
Als Ich in die DDR kam hieß es zunächst das Ich für ein Elektronikstudium zugelassen bin.
Zuerst musste Ich aber die deutsche Sprache am Herder-Institut in Leipzig lernen.
Während des Sprachkurses wurde entschieden das Ich einen Platz für Chemie in Halle bekommen werde. Das habe Ich akzeptiert.

B.I.G:
Seit wann engagieren sie sich politisch und wie ist es dazu gekommen das ihre berufliche Heimat nun in der Politik ist?

Dr.Diaby:
Politisch Aktiv bin Ich seit meinem 14. Lebensjahr. Seit meiner Schulzeit habe Ich mich für bessere Lernbedingungen in Gymnasien und Universitäten eingesetzt. Es gab zur damaligen Zeit sehr wenige Stipendien und kaum Lernmaterial. Dies tat Ich gemeinsam mit anderen Studenten, unter anderem auch mit Macky Sall, dem jetzigen Präsidenten des Senegal.
Mit ihm zusammen habe Ich das Abitur gemacht und danach die gleiche Universität besucht.
So fing meine politische Laufbahn in der linken Studentenbewegung an.
Als Ich dann nach Deutschland kam, engagierte Ich mich als Sprecher der internationalen Studenten der Universität Halle.
Später wurde Ich dann Vorsitzender des Ausländerbeirats der Stadt Halle, sowie Bundesvorsitzender der Ausländerbeiräte.
Meine parteipolitische Karriere bei der SPD begann 2008.

B.I.G:
Gibt es Menschen an denen Sie sich privat wie beruflich orientieren, und die sie als Vorbilder
bezeichnen würden?

Dr.Diaby:
Vorbilder sind für mich Menschen die Schwäche zeigen können und gleichzeitig sehr viele Stärken haben.
Ein Paradebeispiel dafür ist für mich Willy Brandt.
Er hat immer wieder eine Weitsicht in seinem politischen Denken gezeigt und über nationale, sowie kontinentale Grenzen hinweg geblickt.Außerdem hat er immer großen Einsatz für das Thema „Eine Welt“ gezeigt. Daher bewundere Ich ihn sehr.

 

B.I.G:
Sie sind ein Fan traditioneller afrikanischer Musik, insbesondere der Kora-Musik.
Spielen sie selber die Kora oder andere Instrumente?

Dr.Diaby:
Nein, aber ich höre sehr gerne Musik und tanze gerne wenn sich die Gelegenheit bietet.
Leider habe Ich aus beruflichen Gründen momentan kaum Zeit dazu.

B.I.G:
Haben Sie einen Musiktipp für Uns?
Dr.Diaby:
Ja, auf jeden Fall Lalo Keba Drame, einer der ersten Musiker der die Koramusik geprägt hat,
sowie auch sory Kandia Kouyate Conakry.

Media-Links:
Lalo Keba Drame

Sory Kandia Kouyate Conakry

 

B.I.G:
Kultureller Austausch ist Heutzutage sowohl im Alltag als auch in der Politik ein zentrales Thema.
Welche kulturellen Eigenschaften zeichnen für sie Deutschland aus ?

Dr.Diaby:
Deutschland ist für mich im Gegensatz zu vielen konservativen Meinungen, die Deutschland als homogenes Land sehen und versuchen abschreckende Thesen auf zu stellen, ein Land der kultutrellen Vielfalt.
Eine homogene Kultur gibt es hier nicht. Jemand der in Bayern geboren wurde hat ganz unterschiedliche kulturelle Prägungen im Vergleich zu jemanden der in Mecklenburg- Vorpommern oder Sachsen aufgewachsen ist. Selbstverständlich sind auch durch die jahrzehntelange Zuwanderung viele kulturelle Elemente aus anderen Ländern zur Tradition und Realität geworden.
Egal ob man die Hugenotten, oder die arabisch-, afrikanisch- und asiatisch-stämmigen Migranten nimmt. Sie prägen dieses Land schon so lange, dass ihre Kultur heute ein fester Bestandteil von Deutschland ist.Das muss man akzeptieren und wer diesen Fakt als Bereicherung sieht, wird auch viel nüchterner mit den Herrausforderungen dieser Vielfalt umgehen.
Mein Motto ist „Vielfalt schafft Werte“. Diese Vielfalt verbinde Ich auch mit vielen sozialen, kulturellen und humanistischen Werten die Uns bereichern. Die Herrausforderung besteht einfach darin die Potentiale jedes einzelnen zu nutzen.
So sehe ich dieses Land.
B.I.G:
Dr.Diaby wird nach der nächsten Bundestagswahl ins Kabinett berufen, was wäre Ihr Wunschamt?

Dr.Diaby:
Darüber mache Ich mir überhaupt keine Gedanken.Mein Ziel ist, dass nach vier Jahren als Bundestagsabgeordneter so viele Leute wie möglich mit meiner Arbeit zufrieden sind und  dass Ich das Gefühl habe in ihrem Interesse gehandelt zu haben.

 

 

„Black In Germany“ April 2014