Afro-Tech and the Future of Re-Invention an der Universität Dortmund

Die von Inke Arns und Fabian Saavedra-Lara kuratierte Ausstellung Afro-Tech and the Future of Re-Invention stellt eine Verbindung zwischen Afrofuturismus und alternativen technologischen Energien und Imaginationen her.
Die in den künstlerischen Arbeiten formulierten spekulativen Narrative werden mit realen Erfindungen aus der Makerszene aus verschiedenen Ländern Afrikas in Beziehung gesetzt. So entsteht eine doppelte Verfremdung: Während die künstlerischen Arbeiten dezidiert afrikanische und diasporische Science-Fiction-Narrative entwerfen, erscheinen die realen Erfindungen als Beweise einer bereits begonnenen technologischen Entwicklung.
Die Ausstellung präsentiert 20 internationale künstlerische Positionen sowie 12 Tech-Projekte aus den Maker-Szenen verschiedener Länder Afrikas. So wird Afrika als Kontinent der technologischen Innovationen präsentiert.
Die 32 teilnehmenden Künstler*innen und Tech-Projekte kommen aus 22 Ländern: Ägypten, Angola, Australien, Deutschland, Benin, Frankreich, Ghana, Großbritannien, Italien, Kamerun, Kanada, Kenia, Niederlande, Nigeria, Portugal, Ruanda, Sierra Leone, Spanien, Senegal, Südafrika, Uganda, den USA und vom Planeten Saturn.
Eine Ausstellung des HMKV (Hartware MedienKunstVerein)
in Kooperation mit Interkultur Ruhr – ein Projekt des Regionalverbandes Ruhr (RVR) – und Africa Positive e.V.

Die Ausstellung Afro-Tech and the Future of Re-Invention stellt eine Verbindung zwischen Afrofuturismus und alternativen technologischen Energien und Imaginationen her.

Die Ausstellung findet bis den 22. April 2018 statt.

https://www.hmkv.de/programm/programmpunkte/2017/Ausstellungen/2017_AFR.php

E. C. Osondu Neues Werk „Dieses Haus Ist Nicht Zu Verkaufen“

Gelächter, Löffelklappern und Geschmatze dringen hinaus auf die Straße, Musik und Schüsse. Stimmen sind zu hören, die von Ndozo und Fanti und all den anderen Waisen, Witwen und Verwandten, die unter dem Dach des Großvaters Zuflucht gesucht und Arbeit gefunden haben.

Es ist ein Haus, das in E.C. Osondus Romandebüt zur Hauptfigur avanciert, das zum Schauplatz wird und zum Symbol für das Vergehen der Zeit – aber alles andere als ein gewöhnliches. Begehbar wie separate Zimmer werden die einzelnen Schicksale seiner Bewohner und durch sie das Panorama eines Arbeiterviertels mit seinen Routinen und Bräuchen in einer namenlosen afrikanischen Großstadt aufgerollt.

Es wird gehandelt und gefeilscht, gestritten und gekreischt, geheiratet und geliebt. Lebhaft geht es zu, zuweilen überschlagen sich die Ereignisse, doch durch die kindlich wache Erzählstimme bekommen auch Kindstötung, Totschlag und Diebstahl unverstellt ihren Platz, und die sich zahlreich zu Wort meldenden, aber namenlos bleibenden Nachbarn und Anwohner übernehmen die vermittelnde Rolle des Chors in der griechischen Tragödie.

In »Dieses Haus ist nicht zu verkaufen« erschafft E. C. Osondu einen allegorischen und surrealen Mikrokosmos, ein Schwanken zwischen Apokalypse und Hommage. Er webt seinen Romanstoff aus schlichten Sätzen, die der jungen Erzählstimme Glaubwürdigkeit verleihen, und schöpft aus dem Reichtum des oralen Erzählens.

Voller Humor und traditionellem Liedgut, sowie Mythen, Fabelwesen und Magie atmet der Roman bei aller Schwere der Themen eine große Lebendigkeit.

Das Wunderhorn , 2017
Gebundene Ausgabe – 190 Seiten ; ISBN 978-3884235508
€ 24,80

12. Afrikanisches Kulturfest in Frankfurt

 

„Eine vernetzte Welt gerecht gestalten“

Unter diesem Motto findet das Afrikanische Kulturfest 2017 statt. Das Motto hat mit dem G20 – Gipfel zu tun der parallel zu dem Festival stattfindet.

Die Themen des G20 – Gipfels werden im Forumszelt aus einer gerechten, sozialen und solidarischen Perspektive diskutiert und analysiert. Das Afrikanische Kulturfest soll Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringen.

Das Familienfest bietet wie jedes Jahr ein abwechslungsreiches Programm, dieses Jahr wird es zur Plattform internationaler Musik mit Auftritten von: Youssou N’Dour (Senegal/Mbalax, Worldmusic),  LUCIANO (Jamaica / Reggea), Oumou Sangare (Mali/Wassoulou, Worldmusic), MOSCOW DEATH BRIGADE (Russland/Hardcore/Rap/Punk), sowie von Bands aus Deutschland: Pachango & Ya Zuzuz (Reggea/Latin Rock,) BILLY KONATE & MANDE DJARA (traditionell), Eskalation (Punkrock, Ska, Dub).

Im Soundsystemzelt wird an drei Tagen das Beste in Sachen Reggae & Dancehall aus Frankfurt / Rhein Main – Nairobi (Kenia) und der Karibik geboten. Außerdem erwartet das Publikum wie gewohnt ein großer Basar mit Kunsthandwerk und kulinarischen Genüssen.

Für die Kinder kommt dieses Jahr das Spielmobil, in der Soccerarena wird es ein Fußballturnier geben. Der Geschichtenerzähler, sowie die Akrobatikshow wird die Kinder und auch die Erwachsenen unterhalten.

Das Afrikanische Kulturfest im Rebstockpark/Frankfurt findet dieses Jahr für ganze 3 Tage und zwar vom 07.07. bis zum 09.07.2017 statt. Für mehrere Informatione besuchen Sie bitte die folgende Seite:

 

 

KUISEBNamibia: Fotoausstellung von Fotografin Xenia Ivanoff-Erb

Die Designerin und Fotografin Xenia Ivanoff-Erb wurde in Südafrika geboren und wuchs in einem von Kunst geprägten Umfeld auf. Seit 2012 lebt sie in Swakopmund/ Namibia und hinterlässt im künstlerischen Leben des Landes zunehmend ihre Spuren, vor allem in der Fotografie.
„KUISEBNamibia“ ist ihre erste Werkschau in Deutschland. „Etwas versteckt, verborgen in unserem „Hinterhof“, dem großen Sandkasten Namib, liegt ein grüner, baumumsäumter Streifen, der Trockenfluss  Kuiseb, Heimat der Nachfahren eines tausende  Jahre alten Nomaden-Stammes der Topnaar-Nama, die dort ein einfaches, bescheiden-glückliches Leben führen.“

 

Die Künstlerin:

Xenia Ivanoff-Erb wurde in Südafrika als Tochter einer Deutschen und eines russischen Don Kosaken, Victor Ivanoff, geboren und wuchs in einem von der Kunst geprägten Umfeld auf.

Nach ihrem Schulabschluss in Johannesburg schloss Xenia in den 80er Jahren ein Studium an der Rhodes Universität in Grahamstown mit dem Bachelor of Fine Arts ab. Dort belegte sie auch einige Semester Fotografie, u. a. mit dem bekannten Fotografen Obie Oberholtzer als Lehrer.

 

 

Verheiratet mit Georg Erb, lebt Xenia seit Ende 2012 in Swakopmund / Namibia. Hier hinterlässt sie im künstlerischen Leben des Landes zunehmend ihre eigenen, vor allem fotografischen Spuren, ob in Zeitschriften oder Ausstellungen. Als ihr letzter Erfolg gilt die Foto Schau „Namibia Inspirations“, mit der sie zum Jahreswechsel 2015 / 2016 ein breites Publikum begeisterte.

Die Ausstellung findet vom 30. März bis 9. Juni in Berlin statt. Für weitere Informationen die folgende Seite besuchen:

http://www.afrikahaus-berlin.de/ausstellungen/aktuell/

 

Stolen Moments. Namibian Music History Untold

Die Geschichte der namibischen Populärmusik in der Zeit der 1950er und Ende der 1980er Jahre steht im Zentrum der Kooperation des Iwalewahaus, Universität Bayreuth und der Stolen Moments Research Group aus Windhoek, Namibia.

Das im Rahmen des TURN Fonds für künstlerische Kooperationen zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Ausstellungsprojekt beleuchtet, 26 Jahre nach der Unabhängigkeit Namibias, erstmals die Musikkultur der Townships, die in Zeiten der Apartheid unterdrückt und ins Abseits gedrängt wurde.

Aufbauend auf einer Materialsammlung, die in sechsjähriger Recherchearbeit gemeinsam mit einer Vielzahl an Musiker_innen und Zeitzeugen das verloren geglaubte musikalische Erbe des Landes wieder ans Tageslicht beförderte, entstand eine Ausstellung, die zuerst im Iwalewahaus, danach in den Afrika Bibliographien, Basel und schließlich im Kunstraum Bethanien, Berlin zu sehen sein wird.

Dabei stellt die künstlerische Auseinandersetzung mit dieser bisher unerzählten Musikgeschichte nicht nur das kreative Schaffen der einzelnen Künstler_innen in den Mittelpunkt, sondern reflektiert immer auch Fragen kultureller Identität, Herkunft und Landesgeschichte.

So widmet sich die Ausstellung unter anderem der Ahnengalerie der namibischen Unterhaltungsmusik, die wegweisende Musiker_innen des Landes samt ihrer Musik erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht. Die Bergung und Sichtbarmachung von Liedern und Geschichten dient schließlich nicht allein der Ausleuchtung eines bisherigen dunklen Punktes der jüngeren afrikanischen Musikgeschichte.

Die Konfrontation und Auseinandersetzung mit dem musikalischen Erbe und die damit verbundene Landesgeschichte ist gerade in Namibia von großem Wert für die Anregung eines Generationendialogs, der bislang vom Schweigen über die Jahre der Apartheid geprägt war.

Die Ausstellung findet bis 30. April 2017 in Iwalewahaus in Bayreuth statt.

http://www.iwalewahaus.uni-bayreuth.de/de/program/20161104_Stolen-Moments/

12000 Kilometer mit dem Fahrrad durch Afrika mit Claudia Dippold

Vier Monate lang dauert, die Reise, durch neun Länder führt sie. Ein Kontinent, von Nord nach Süd.

Claudia Radelt durch die Wüsten des Sudan und über die Berge Äthiopiens. Sie überquert den Äquator in Kenia und taucht ein in die Tierwelt Tansanias.

Durchs heiße Malawi kommt sie nach Sambia, wo die Viktoriafälle tosen. Über Botswana und Namibia endet ihre Reise schließlich in Kapstadt/Südafrika.

Immer mit dabei: ihre Kamera! Erleben Sie zusammen mit Claudia die Reise, in ihrer packenden Multivisionsshow!

Die Veranstaltung findet vom 29. Januar bis 4. Februar im München.

https://www.einewelthaus.de/events/12000-kilometer-mit-dem-fahrrad-durch-afrika/

Francis Kéré. Radically simple

Der in Burkina Faso geborene und seit 2005 in Berlin ansässige Francis Kéré gehört zu den wichtigsten internationalen Vertretern einer sozial engagierten Architektur.

Schon mit seinem ersten Werk, der Grundschule in Gando, Burkina Faso, gewann er 2004 den renommierten »Aga Khan Award for Architecture«.

Ausgezeichnet wurde Kéré für die beispielhafte Verbindung von gesellschaftlichen und ökologischen Ansätzen in seiner Gestaltung. Seither hat er viele weitere nationale und internationale Preise gewonnen und ist wegen seiner innovativen und herausragenden Entwürfe weltweit bekannt.

Speziell auf dem afrikanischen Kontinent ist er wegen seiner konsequenten Verknüpfung von ethischen und ästhetischen Prinzipien ein wichtiges Vorbild für die kommende Generation.

In Deutschland erreichte er ab 2009 besondere Aufmerksamkeit mit dem Projekt »Operndorf Afrika« für Christoph Schlingensief.

Das Architekturmuseum der TU München präsentiert mit der Ausstellung »Francis Kéré. Radically Simple« die bislang größte Überblicksausstellung zu seinen ausgeführten Werken und laufenden Projekten.

Neben den Bauten, die er in seinem Heimatdorf Gando geplant und realisiert hat, werden weitere Bauten in Afrika und China, aber auch Projekte und Entwürfe für Deutschland gezeigt, wo er zwei städtebauliche Wettbewerbe gewonnen hat.

Die Ausstellung ist ein Gang durch den einzigartigen persönlichen und professionellen Lebensweg des Architekten. Er gehört in der Architekturszene der Gegenwart zu den außergewöhnlichen Talenten, weil es ihm gelingt, die tiefen kulturellen Prägungen seines Heimatlandes mit den Erfahrungen, die er seit dem Studium an der TU Berlin in Deutschland gemacht hat, in einen neuen, dritten Weg zu übersetzen.

Die Ausstellung findet bis 26. Februar in München statt.

http://www.architekturmuseum.de/