Aktuelles, Kultur, Unterhaltung

E. C. Osondu Neues Werk „Dieses Haus Ist Nicht Zu Verkaufen“

Gelächter, Löffelklappern und Geschmatze dringen hinaus auf die Straße, Musik und Schüsse. Stimmen sind zu hören, die von Ndozo und Fanti und all den anderen Waisen, Witwen und Verwandten, die unter dem Dach des Großvaters Zuflucht gesucht und Arbeit gefunden haben.

Es ist ein Haus, das in E.C. Osondus Romandebüt zur Hauptfigur avanciert, das zum Schauplatz wird und zum Symbol für das Vergehen der Zeit – aber alles andere als ein gewöhnliches. Begehbar wie separate Zimmer werden die einzelnen Schicksale seiner Bewohner und durch sie das Panorama eines Arbeiterviertels mit seinen Routinen und Bräuchen in einer namenlosen afrikanischen Großstadt aufgerollt.

Es wird gehandelt und gefeilscht, gestritten und gekreischt, geheiratet und geliebt. Lebhaft geht es zu, zuweilen überschlagen sich die Ereignisse, doch durch die kindlich wache Erzählstimme bekommen auch Kindstötung, Totschlag und Diebstahl unverstellt ihren Platz, und die sich zahlreich zu Wort meldenden, aber namenlos bleibenden Nachbarn und Anwohner übernehmen die vermittelnde Rolle des Chors in der griechischen Tragödie.

In »Dieses Haus ist nicht zu verkaufen« erschafft E. C. Osondu einen allegorischen und surrealen Mikrokosmos, ein Schwanken zwischen Apokalypse und Hommage. Er webt seinen Romanstoff aus schlichten Sätzen, die der jungen Erzählstimme Glaubwürdigkeit verleihen, und schöpft aus dem Reichtum des oralen Erzählens.

Voller Humor und traditionellem Liedgut, sowie Mythen, Fabelwesen und Magie atmet der Roman bei aller Schwere der Themen eine große Lebendigkeit.

Das Wunderhorn , 2017
Gebundene Ausgabe – 190 Seiten ; ISBN 978-3884235508
€ 24,80

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Kultur, Unterhaltung

KUISEBNamibia: Fotoausstellung von Fotografin Xenia Ivanoff-Erb

Die Designerin und Fotografin Xenia Ivanoff-Erb wurde in Südafrika geboren und wuchs in einem von Kunst geprägten Umfeld auf. Seit 2012 lebt sie in Swakopmund/ Namibia und hinterlässt im künstlerischen Leben des Landes zunehmend ihre Spuren, vor allem in der Fotografie.
„KUISEBNamibia“ ist ihre erste Werkschau in Deutschland. „Etwas versteckt, verborgen in unserem „Hinterhof“, dem großen Sandkasten Namib, liegt ein grüner, baumumsäumter Streifen, der Trockenfluss  Kuiseb, Heimat der Nachfahren eines tausende  Jahre alten Nomaden-Stammes der Topnaar-Nama, die dort ein einfaches, bescheiden-glückliches Leben führen.“

 

Die Künstlerin:

Xenia Ivanoff-Erb wurde in Südafrika als Tochter einer Deutschen und eines russischen Don Kosaken, Victor Ivanoff, geboren und wuchs in einem von der Kunst geprägten Umfeld auf.

Nach ihrem Schulabschluss in Johannesburg schloss Xenia in den 80er Jahren ein Studium an der Rhodes Universität in Grahamstown mit dem Bachelor of Fine Arts ab. Dort belegte sie auch einige Semester Fotografie, u. a. mit dem bekannten Fotografen Obie Oberholtzer als Lehrer.

 

 

Verheiratet mit Georg Erb, lebt Xenia seit Ende 2012 in Swakopmund / Namibia. Hier hinterlässt sie im künstlerischen Leben des Landes zunehmend ihre eigenen, vor allem fotografischen Spuren, ob in Zeitschriften oder Ausstellungen. Als ihr letzter Erfolg gilt die Foto Schau „Namibia Inspirations“, mit der sie zum Jahreswechsel 2015 / 2016 ein breites Publikum begeisterte.

Die Ausstellung findet vom 30. März bis 9. Juni in Berlin statt. Für weitere Informationen die folgende Seite besuchen:

http://www.afrikahaus-berlin.de/ausstellungen/aktuell/

 

Aktuelles, Events, Unterhaltung

BE.BOP 2016: Black Europe Body Politics

Ein Festival der dekolonialen Praxis mit hochkarätigen Schwarzen Künstlern und Aktivisten aus der ganzen Welt!

BE.BOP 2016 fördert die Diskussion über die Möglichkeiten, die bis in die Gegenwart reichenden kolonialen Ungleichheiten zu überwinden und darüber, wie neue Formen des Miteinanders in den Gesellschaften unserer inzwischen globalisierten Welt gefunden werden können.

Angesichts der aktuellen Krise in der europäischen Gesellschaft ein offenkundiges und vor allem dringendes Anliegen.

Veranstaltung in englischer Sprache mit Simultanübersetzung (Deutsch, Spanisch).

Gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung und organisiert in Kooperation mit AfricAvenir International e.V.

Die Veranstaltung findet von 1. bis 3. Juni 2016 auf der Volksbühne Berlin statt.

Festival Ticket 25 € / 15 € ermäßigt
Tagesticket: 10 € / 6 € ermäßigt
Einzelveranstaltung: 6 € / 4 € ermäßigt

https://www.volksbuehne-berlin.de/praxis/bebop_2016/

Aktuelles, Kultur, Unterhaltung

„Young Blood“ von Sifiso Mzobe

13 Tage vor seinem 17. Geburtstag schmeißt Sipho die Schule, weil er auf keinen grünen Zweig mehr kommt. Viel lieber hilft er seinem Vater, der im Hof Autos repariert.

Sipho ist clever und hat ein Händchen für Motoren, er tunt sie wie kein anderer. Und er träumt vom „Heiligen Gral“, einem BMW 325is.

Mit genau diesem Schlitten und in teuren Markenklamotten taucht Siphos alter Kumpel Musa an seinem Geburtstag in der Township auf. Ein Jahr lang war er in Johannesburg, wo er von Ladendieben und Autoknackern gelernt hat, wie man schnelles Geld macht.

Jetzt ist er zurück in Umlazi und hat für Sipho ein heißes Programm für die Nacht organisiert. Mit Mädchen, Gras uns Whisky – und einem sagenhaften Jobangebot: Sipho und sein Freund Vusi – ein Schrauber wie er – sollen eine ganze Liste vorbestellter Luxuskarossen stehlen.

Mit dem Lohn würden sie sich endlich ihre Wünsche erfüllen können. Alles lässt sich gut an, Siphos „richtiges“ Leben beginnt und gleicht einer endlosen Party! Die Beziehung zu seiner Freundin Nana allerdings, die noch zur Schule geht und ihn wirklich liebt, wird auf eine harte Probe gestellt, als das Mädchen erfährt, wie Sipho sein Geld verdient.

Als er sich dann mit einer extrem ruchlosen Gang einlässt, um das ganz große Geschäft zu machen, laufen die Dinge plötzlich komplett aus dem Ruder.

Peter Hammer Verlag , 2016
Gebundene Ausgabe – 272 Seiten ; ISBN 978-3779505181
€ 22,00

Aktuelles, Musik, Unterhaltung

10 Jahre Afrika-Festival Osnabrück – 10 Jahre MoZuluArt

Eröffnung des Afrika-Festivals Osnabrück breits am Vorabend MoZuluArt, bestehend aus den drei Simbabwer Vollblutmusikern Vusa Mkhaya, Blessings Ngo Nkomo und Ramadu und dem Österreicher Pianisten Roland Guggenbichler, verbindet auf einzigartige Art Klassik mit afrikanischer Musik.

Mit Witz, Entertainment und groovigen Tanzeinlagen sorgen die vier auch im zehnten Jahr ihres Bestehens für gute Lau-ne sowohl auf als auch vor der Bühne und bringen den Saal zum Kochen.

MoZuluArt zeigt: Die Verschmelzung von afrikanischen Traditionals und Zulu-Klängen mit klassischen Melodien funktioniert überraschend gut und haucht Mozart und Co. noch mal neues Leben und richtig Schwung ein.

Mit ihrem Konzert unterstützen die Musiker die Kampagne „Jede Oma zählt“ von HelpAge, für die sie bereits in Osnabrück, Hamburg und Düsseldorf aufgetreten sind.

„Jede Oma zählt“ ist eine Initiative für Großmütter und ihre durch Aids verwaisten Kinder im Süden Afrikas.

„Musik hat es stets und allerorten geschafft, Menschen aller Rassen und Völker, mit all ihren verschiedenen kulturellen Hintergründen und Tradi-tionen, einander näher zu bringen. Mit Hilfe der Musik lernen wir andere Kulturen überhaupt erst kennen, verstehen und lieben“, sagt Ensemble-gründer Roland Guggenbichler.
Eintritt: 25 Euro (AK)
Veranstalter: Goldrush in Kooperation mit HelpAge und dem Büro für Friedenskultur der Stadt Osnabrück
Mehr Info per Tel. 0541 5805404 oder im Büro für Friedenskultur der Stadt Osnabrück, Tel. 0541 323-3210

Aktuelles, Musik, Unterhaltung

Concha Buikas furioses Comeback: Live in Frankfurt

Concha Buika gehört zu den eindrucksvollsten und derzeit erfolgreichsten Künstler/innen, die ihre Inspirationen aus den spanischen Musiktraditionen ziehen.

Sie wurde als Tochter einer Familie aus Äquatorialguinea auf Mallorca geboren und wuchs unter Gitanos auf. Ihre ersten Wege zur Musik brachten sie in die Bars und Clubs und führten Buika zunächst zur House-Musik, bevor sie bei einem kurzen Abstecher nach Los Angeles in den berühmten Blue Note Club eingeladen wurde.

Von da an widmete sie sich dem Jazz und der spanischen Folklore und wird häufig mit der großen Chavela Vargas verglichen, der sie bereits ein ganzes Album widmete. Buika wurde bisher mit zwei Spanish Music Awards  ausgezeichnet und für zwei Latin Grammys nominiert. Überdies komponierte sie Musik für den Kinofilm “Die Haut, in der ich wohne” (2011), in dem sie auch eine Rolle übernahm.

Nachdem Buika im März eine umjubelte Europa-Tour absolvierte, wurde jetzt ein neues Album angekündigt, das im Herbst erscheinen wird. Der erste Song, der als Vorbote für das Album vorliegt, dürfte eine große Überraschung sein: “Vivir Sin Miedo” (“Leben ohne Angst”) verbindet eine reduzierte, bluesige Gitarre mit afrikanischen Melodie-Strukturen und einer fast undefinierbaren Fusion verschiedenster Einflüsse, die aus aller Welt zu stammen scheinen.

Dabei hört man Buikas Gitano- und Flamenco-Wurzeln klar heraus, schon ihre einzigartige Stimme offenbart ihre musikalische Herkunft, und auch die freie Rhythmik des Songs hat ihre Grundlage in der rauen Musik Südspaniens.

In einer Zeit, in der es mehr heimatlose Flüchtlinge auf der Welt gibt als je zuvor, ist Buika mit ihrer eigenen bewegten Geschichte die geeignetste Sängerin für einen Song wie “Vivir Sin Miedo”, in dem es um die Sehnsucht nach Frieden und einem Leben ohne Verfolgung geht. Ein Meisterstück.

Das Konzert findet in der Alte Oper in Frankfurt am 24. Mai statt.

http://www.w-festival.de/events/ana-mourabuika/

Aktuelles, Kultur, Unterhaltung

Niq Mhlongo neues Werk: Way Back Home

Als eingeschworene ehemalige Kampfgenossen schanzen sich Kimathi und seine Freunde im neuen Südafrika große Aufträge und Jobs zu. Seit ihrer Rückkehr nach Johannesburg 1994 genießen sie, worauf sie Lust haben: Frauen, teure Autos, Alkohol, Designerkleidung.

Doch Kimathi Titos Welt hat Risse, seine Ehe ist kaputt, geschäftlich wird die Verlässlichkeit der Freunde immer fragwürdiger.

Niq Mhlongo verschränkt die Erzählung von Kimathis Leben mit ständigen Rückblicken auf die Exilzeit, in der Folterverhöre und Machtexzesse an der Tagesordnung waren. In welchem Verhältnis stehen unbedingter Gehorsam und Verantwortung zueinander, Ideal und Wirklichkeit, Loyalität und Verrat, wer ist Opfer, wer ist Täter?

Wunderhorn , 2015
Gebundene Ausgabe – 280 Seiten ; ISBN 978-3884235065
€ 24,80